Baukultur und Tourismus

Auftaktveranstaltung „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“

| Keine Kommentare

Jetzt geht es richtig los: vom 02. bis 03. Februar trafen sich alle 8 ausgewählten Modellvorhaben zu einem  ersten gemeinsamen Austausch und waren damit gleichzeitig bei einem Modellvorhaben zu Gast – nämlich im Sauerland, genauer in  Arnsberg und am Sorpesee. Aus jedem Modellvorhaben waren zwei Vertreter/innen angereist – jeweils eine/r für die Baukultur und eine/r für den Tourismus. Auch die entsprechenden Vertreter/innen des BMUB und BBSR sowie der Forschungsassistenz waren natürlich mit von der Partie.

Baukultur und Tourismus

Baukultur und Tourismus Auftaktveranstaltung

Ziel der Auftaktveranstaltung war es vor allem, sich kennenzulernen und sich als Teil eines großen Ganzen zu verstehen – denn jedes Modellvorhaben bringt zwar ganz eigene Themen und Problemstellungen mit ein, aber am Ende der Forschungsphase in zwei Jahren sollen ja übergreifende, allgemeingültige Erkenntnisse abgeleitet werden (eine Kurzbeschreibung der Modellvorhaben und erste Impressionen finden Sie hier).

So machten sich  die Teilnehmer am ersten Nachmittag erst einmal daran, ein gemeinsames Baukulturverständnis zu erarbeiten:  in unterschiedlich zusammengesetzten Runden wurde munter über  den (etwas sperrigen) Begriff „Baukultur“ an sich und über die Kontaktbereiche zwischen Baukultur und Tourismus diskutiert. Am Ende des Tages gab es drei Haupterkenntnisse: 1) es gibt keine allgemeingültige „fertige“ Definition von Baukultur,  2) Baukultur und Tourismus berühren sich an unzähligen Stellen und 3) die Bewusstseinsschaffung und Toleranz für die jeweils andere Disziplin sind wichtige Grundpfeiler für den Aufbau einer Baukultur-und-Tourismus-Destination.

Baukultur und Tourismus

Baukultur und Tourismus

Die intensiven „Arbeitsphasen“ wurden ergänzt durch einen „Blick auf die Praxis“: eine sehr launige Führung durch das Tagungshotel „Seegarten“ am Sorpesee, das – sehr passend zum Thema des Forschungsfeldes – alt und neu, Traditionelles und Modernes sowie die Themen Generationswechsel, regionale Identität und neue Zielgruppenansprache auf sich vereint. Auch eine kurze Exkursion in die Altstadt von Arnsberg sowie eine Besichtigung der neuen „Baumhäuser“ im Nordic-Ferienpark Langscheid, die sich sehr großer Beliebtheit und Nachfrage bei Touristen erfreuen, lockerten das Programm auf.

In der  Abschlussrunde wurde die Idee des Kinderspiels „Ich packe meinen Koffer“ aufgegriffen:  die Vertreter/innen der Modellvorhaben hatten alle ein für ihre Region typisches Mitbringsel mitgebracht, erzählten der Runde, welche Rolle das Geschenk für sie spielt, warum sie es ausgewählt haben und packten es in einen großen Reisekoffer. Spannende Dinge landeten hier: eine Flasche Schafsmilchlikör aus dem Wendland, eine Strelitzie aus Neustrelitz (!), Mecklenburg, der unvermeidliche Bollenhut aus dem Schwarzwald, ein dicker Backstein aus der Region Elbe-Weser und eine Miniaturausgabe des „Kalits“, einem Spankorb, in dem die Uckermärker ihre Vesper verstauten.

Baukultur und Tourismus

Baukultur und Tourismus Gruppe Modellvorhaben

Die Teilnehmer waren sich einig: die Informationen der Dialog miteinander und das gemeinsame Arbeiten hat allen geholfen, die eigene Sicht auf das jeweilige Modellvorhaben zu schärfen. Am Wichtigsten war der Austausch mit den anderen Regionen und die gegenseitige Motivation, die Projekte nun konkret anzupacken. Diese Motivation gilt es nun, in die Regionen zu  tragen. Der Reisekoffer wird jedenfalls in den nächsten zwei Jahren mit weiteren „Inhalten“ gefüllt werden und die Modellvorhaben auf ihrer „Reise“ zu einer Baukultur-und-Tourismus-Region begleiten.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.