Eine spannende Perspektive für den ländlichen Raum

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Nehmen Touristen bauliche Qualitäten, Gestaltungsdetails oder eine neue Interpretation bauhistorischer Formen überhaupt wahr? Wird ein Hotel besser ausgelastet, wenn Architektur und Ausstattung aus „einem Guss“ und regionaltypisch sind? Wie soll man baulich mit einem Gasthof umgehen, der schon über mehrere Generationen betrieben und immer wieder nach Bedarf umgebaut wurde und nun modernisiert werden soll? Kann über architektonische Qualität auch touristische Qualität vermittelt werden? Und wenn ja, wie? Kann qualitätsvoller Tourismus der Motor der Entwicklung im ländlichen Raum sein? Kann mit moderner Architektur – ähnlich wie im Städtetourismus – für ländliche Räume geworben werden? Was ist regionale Baukultur? Und können durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Städten und Dörfern notwendige Entwicklungsimpulse gesetzt werden?
Solche ganz konkreten und teilweise auch theoretischen Fragen bewegen Menschen, die sich um eine „Destination“ – oder ein Urlaubsziel, wie wir Architekten sagen würden – kümmern und ein touristische Region baulich und funktional aufwerten wollen. Dabei muss es als fortschrittlich angesehen werden, dass die Disziplinen „Tourismus“ und „gutes Planen und Bauen“ überhaupt zusammen betrachtet werden. Denn dies ist keineswegs selbstverständlich. Ganz im Gegenteil, beide Disziplinen arbeiten vielerorts aneinander vorbei.
Die beschriebenen Fragen standen am Beginn des dreijährigen Forschungsfeldes „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“, das vom Bundesbauministerium (BMI) im Rahmen des Programms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) initiiert und gefördert worden ist und im Sommer 2019 abgeschlossen wird. Unter fachlicher und organisatorischer Begleitung eines interdisziplinären Teams aus Stadtplanern/Architekten und Tourismusexperten, wurden im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in sieben ländlichen deutschen Regionen Kooperationsmaßnahmen und -strategien von örtlichen Touristikern und Menschen aus dem Baufach erprobt. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

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