Erfahrungswerkstatt Baukultur und Tourismus
Erfahrungswerkstatt Baukultur und Tourismus

Ergebnisse der Erfahrungswerkstatt „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“

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Im Rahmen des Projektes trafen sich Vertreter der sieben Modellvorhaben im Südschwarzwald, um erste Zwischenergebnisse vorzustellen und das weitere Vorgehen zu besprechen. Im Ergebnis konnten hier konkrete Erkenntnisse herausgearbeitet werden, die auch auf andere Destinationen übertragbar sind.

„Hemmende und fördernde Faktoren“

Im Sinne einer Prozessanalyse wurde seitens der Teilnehmer zusammengetragen, welche fördernden und hemmenden Faktoren die Arbeit an einer Baukultur- und Tourismusstrategie bestimmen und welche Empfehlungen daraus abgeleitet werden können.

Als fördernde Faktoren gelten

  • eine Organisationsstruktur, die die richtigen Akteure auf Arbeitsebene zusammenbindet,
  • öffentliche Institutionen, die als Impulsgeber und Vorbilder dienen,
  • gewachsene Strukturen, auf denen man aufbauen kann,
  • finanzielle Unterstützung zu Beginn einer gemeinsamen Arbeit zwischen Baukultur- und Tourismusakteuren, da hier Pionierarbeit geleistet wird,
  • eine regelmäßige Einschätzung von außen und externe Moderation.

Als hemmende Faktoren wurden identifiziert

  • das Fehlen guter (regionaler) Beispiele,
  • die Verständnisschwierigkeiten zwischen den zwei „Welten“ – Baukultur und Tourismus,
  • eine unpassende Gebietskulisse,
  • komplizierte Prozesse,
  • Qualitätsansprüche versus pragmatisches „Machen“,
  • eine Ämterhäufung – zu viele Aufgaben besonders für Ehrenamtler,
  • eine allgemeine Wirtschaftsschwäche in einer Region,
  • Vorbehalte gegen zu enge Vorgaben durch den Denkmalschutz sowie
  • Zeitknappheit

Was bedeutet dies für die weitere Arbeit in den Regionen?

Als Leitfaden für Destinationen, die die Arbeitsbereiche Baukultur und Tourismus integriert bearbeiten möchten, wurden Leitsätze formuliert, um zu einer erfolgreichen Strategie zu kommen.

  1. Ein intensiver Austausch mit Regionen, die bereits erfolgreich an beiden Themen arbeiten, beschleunigt die Arbeit und spart Zeit und Ressourcen.
  2. Interne Netzwerke sind die Basis – diese müssen stabil und verlässlich sein.
  3. Gute Beispiele sind der Motor des Prozesses und müssen immer wieder sichtbar gemacht werden.
  4. Baukultur muss ein Teil der Bildungsarbeit sein.
  5. Baukultur muss „übersetzt“ werden, d.h. je nach Kontext einfach vermittelt werden.
  6. Zur Verfügung stehende Kommunikationskanäle müssen identifiziert und zielgruppenadäquat genutzt werden.
  7. Es bedarf eines kontinuierlichen, interdisziplinären Vernetzungs- und Kommunikations-Forums.
  8. Gute Beispiele müssen generiert, kommuniziert und evaluiert werden – die positiven Wirkungen einer guten Baukultur- und Tourismusstrategie müssen präsent sein.

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