Gutes Bauen als Chance für den Deutschlandtourismus. Ergebnisse aus der Bundesstudie zur Regionalen Baukultur und Tourismus

Publikation „Regionale Baukultur und Tourismus“ erschienen

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Druckfrisch wurde nun die Publikation zum Forschungsvorhaben „Regionale Baukultur und Tourismus“ auf der ITB Berlin vorgestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 6. März 2015 mit dem Titel „Gutes Bauen als Chance für den Deutschlandtourismus – Ergebnisse aus der Bundestudie zur Regionalen Baukultur und Tourismus“ wurden die ersten Einblicke in die Veröffentlichung gewährt. Diese enthält Analysen und gute Beispiele aus acht deutschen Regionen und dem europäischen Ausland. Diese zeigen, wie ein florierender Tourismus gutes Bauen und das Bewusstsein dafür unterstützen kann und wie Regionen Baukultur gezielt für die Tourismusförderung einsetzen können.

Gutes Bauen als Chance für den Deutschlandtourismus. Ergebnisse der Bundesstudie zur Regionalen Baukultur und Tourismus

Teilnehmer der Pressekonferenz (v. links): Martina Leicher, Dr. Frank Pflüger, Anca Cârstean, Harald Hermann, Christian Schlag

Die Arbeitsgemeinschaft HJPplaner und COMPASS GmbH hatte für das BBSR die Regionen als Fallbeispiele untersucht und Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie das Zusammenwirken von Baukultur und Tourismus die Entwicklung der ländlichen Regionen insgesamt voranbringen kann. „Gutes Bauen prägt das Image einer Region und kann als touristisches Produkt vermarktet werden. Das gilt für die Bewahrung historischer Bausubstanz ebenso wie für moderne Bauten als Zugpferde für den regionalen Tourismus“, sagte BBSR-Direktor Harald Herrmann bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Denkmalpflege und moderne Erneuerung der Bausubstanz schließen sich nicht aus.“

Die Broschüre ist wie ein touristisches Magazin gestaltet, was dem interdisziplinären Ansatz des Forschungsprojektes unterstreicht. Sie richtet sich nicht nur an Baukulturschaffende und Tourismusexperten, sondern an alle Interessierten, denen die Weiterentwicklung der natürlichen und gebauten Umwelt am Herzen liegt. „Wir haben bei den Bereisungen vor Ort viele qualitätsvolle baukulturelle Projekte in Verbindung mit interessanten Tourismus- und Marketingkonzepten angetroffen“, resümiert Dr. Frank Pflüger, HJPplaner. Diese vorgestellten Beispiele sollen motivieren, auch in anderen Regionen das Zusammenspiel zwischen Baukultur und Tourismus zu intensivieren. „Die Verbindung dieser Handlungsfelder ist ein wirksames Konzept gegen die Beliebigkeit und Austauschbarkeit der gebauten Umwelt und eine große Chance für die Markenbildung im Tourismus“, wie Martina Leicher von Compass GmbH betont.

Die Beispiele veranschaulichen auch, wie die regionale Tourismuswirtschaft die qualitätsvolle Entwicklung von Siedlungen und Landschaft mitgestaltet. „Ziel sollte sein, regionale Baukultur noch stärker als bisher in Tourismusstrategien zu integrieren und den Austausch zwischen Tourismusmanagern und Fachleuten in den Stadt- und Kommunalverwaltungen zu vertiefen“, so BBSR-Direktor Herrmann.

Auch wenn es bereits vielversprechende Best-Practice-Beispiele gibt, befinden wir uns gerade erst am Anfang. Gerne möchten wir das Thema in Zukunft intensiv mit Ihnen weiter verfolgen.

Die Publikation kann weiterhin unter modellvorhaben-baukultur@bbr.bund.de kostenlos bestellt werden.

Zur Kurzfassung der Studie

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